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EMOTIONEN ERZEUGEN

Für mich als Zuschauer ist es nach wie vor magisch. Man geht in einen Kinosaal mit all seinen kleinen Sorgen und Kümmernissen. Dann erlischt das Licht, der Film beginnt, und sofort ist man in einer anderen Welt. Man befindet sich im Amerika der 30er Jahre, im Japan der 50er Jahre, im heutigen Argentinien. Man hört Sprachen, die man wenig oder gar nicht beherrscht, lebt in neuen Kulturen und manchmal wird man von seinen Emotionen überwältigt, welche die fremden Schicksale in einem auslösen.

Was hat diese Emotionen erzeugt? Warum in diesem Film und warum in diesem Augenblick? Solche Fragen faszinieren mich. Viele sehr unterschiedliche Filme gefallen mir, aber die Filme, die mich am tiefsten berührt haben, diejenigen, nach deren Betrachtung ich mir gesagt habe, solche Filme möchte ich drehen, sind immer einfache Geschichten: Geschichten über Familienbeziehungen. Wie die Filme von Ozu, von Carlos Sorin oder Kore-Eda.

 

Warum drehe ich Filme? Vielleicht deswegen: damit eines Tages, hierzulande oder anderswo, ein Zuschauer oder eine Zuschauerin in ein Kino geht, mit seinem/ihrem Leben, seinen/ihren Sorgen… Und er oder sie empfindet ebenfalls eine ähnlich starke Emotion.

 

Filmografie:

Müetter 

2003-2006, Spielfilm , Drehbuchautor (2003) und Regisseur (2005-2006)


Le petit déjeuner 

2001, Kurzfilm Drehbuchautor und Regisseur


Teneriffa 

2002, Kurzfilm, Drehbuchautor (Regie von einer finnischen Regisseurin; Projekt von ARTE)


Projekte:

Naufrages 

2013 Drehbuch (nach einem Roman von Akira Yoshimura).


Marie et moi 

2012, Drehbuch für einen Spielfilm


L‘étoile polaire 

2009-2010, Drehbuch für einen Spielfilm


Le long de la longue route 

2007-2008, Drehbuch für einen Spielfilm